Seifenkistenrennen Gosheim

Das Rennen 

Review vom 12. Gosheimer Seifenkistenrennen 2018

Das zwölfte Seifenkistenrennen sowie das 3. U.S.-Car-Treffen in Gosheim ist ein wahrhafter Publikumsmagnet gewesen. Tausende Besucher tummelten sich an der Strecke oder inspizierten die amerikanischen Karossen rund um die Uhrenfabrik Hermle. Zum Gelingen der zwei Events trug besonders auch das sonnige Herbstwetter bei.

 

Einen wahren Ansturm auf die Lose für den „Charity Ride“ gab es beim dritten U.S.-Car-Treffen. Binnen zwei Stunden waren alle 600 Lose verkauft, die Nachfrage auf einen „Ritt“ mit einem der amerikanischen Straßenkreuzer war enorm. Gute 120 Besitzer von amerikanischen Schlitten, Straßenkreuzern und Muscle Cars waren zum 3. „U.S. Car Season Closing“ gekommen und boten den Schaulustigen neben alten Polizeiwagen, Pick-ups, Sportwagen auch ausladende Straßenkreuzer und alte, restaurierte Schätzchen. Bei der abschließenden Rundfahrt durch Gosheim durften sich die Besucher an den Straßen vom mächtigen Hubraum-Sound der automobilen Gäste aus Übersee überzeugen.

Zum sportlichen Teil des Nachmittags: Beim zwölften Seifenkistenrennen sahen die Zuschauer in der Ortsmitte spannende und knappe Rennen. Dabei blieben alle Piloten bei ihren rasanten Abfahrten ohne Stürze, wie Gosheims Bürgermeister Bernd Haller abschließend zufrieden verkünden konnte.

In der Fun-Klasse setzte sich Moritz Dettling in der 15 Fahrer starken Konkurrenz mit einer Bestzeit von 25.493 Sekunden durch. Auf Platz zwei folgte Maxim Lutz (25.074 Sekunden), Rang drei belegte Nina Forai (28.433 Sekunden). In der Klasse „Handwerker & Vereine“ fuhr das Jugendhaus Gosheim mit seinen zwei Teams einen Doppelsieg ein (24.956 Sekunden und 25.335 Sekunden). Auf Rang 3 schafften es die Tennis-Tussis (28.626 Sekunden). In der Kategorie „Firmen & Azubis“ feierte die Firma Schuler einen Doppelerfolg und sicherte sich mit seinen beiden Teams die Plätze 1 und 2 (22.754 Sekunden und 23.202 Sekunden). Auf Platz drei landete das Team der Grimm AG (24.878 Sekunden) vor dem Team Gewatec auf Rang 4 (26.094 Sekunden).

Bei der Publikumsprämierung der attraktivsten Seifenkiste gewann bei den Einzelteilnehmern der Bolide von Moritz Dettling. Bei den Vereinen siegten heuer die Tennis-Tussis mit ihrem Gefährt. Bei den Profis der baden-württembergischen Seifenkistenverbands siegte Marius Werner (26.238 Sekunden) in der Kategorie „Elite XL-Klasse“ vor Emely Werner (26.282 Sekunden) und Armin Braun (26.292 Sekunden). In der Klasse „Junior“ gewann Nils-Ramon Richter (26.677 Sekunden) vor Jaspar-Quentin Richter (26.728 Sekunden).

Vor der Siegerehrung mit Urkunden, Pokalen und Sachpreisen wurde für die Gründerin des Seifenkistenrennens Bärbel Weber, die am 3. Juli mit 51 Jahren verstarb, eine Gedenkminute eingelegt.

 

Die Ergebnisse des Seifenkistenrennens 2018 finden Sie hier .   

 

 

Review 11. Gosheimer Seifenkistenrennen 2017

Auch wenn die Wetterdienste eher trübe Aussichten für das Seifenkistenrennen und das US Car-Treffen am Sonntag in Gosheim vorhergesagt hatten, zeigte sich der große Tag rund ums Fahren von seiner fast besten Seite: Rund 800 Besucher verfolgten bei beinahe perfektem Wetter die Rennen der kuriosen Kisten, bewunderten rund 80 US-Fahrzeuge unterschiedlichster Bauart und nahmen die Chance wahr, Mitfahrten in den PS-strotzenden Autos zu gewinnen.  

Fast alles klappte perfekt an diesem Tag: Sogar der kurze Regenschauer am frühen Nachmittag konnte daran nichts mehr ändern. Denn zu diesem Zeitpunkt waren die Wertungsläufe der Seifenkistenpiloten in der Gosheimer Ortsmitte bereits erledigt. Die Besucher flüchteten entsprechend nur für ein paar Minuten unter Dächer und Zelte, keine zwanzig Minuten später tummelten sich die meisten schon wieder im Gosheimer Ortskern entlang der Rennstrecke und auf dem Areal der Uhrenmanufaktur Hermle, wo sich die US-Fahrzeuge versammelt hatten. Sowohl bei den durch Schwerkraftangetriebenen Seifenkisten als auch bei den US-Fahrzeugen gab es schließlich allerlei zu sehen:  So trumpften einmal mehr wieder die Vereine mit ihren fantasievollen Konstruktionen in Sachen Originalität auf, den ersten Platz für die originellste Seifenkiste staubte die Jugendkapelle des Musikvereins ab, dicht gefolgt von den Aktiven des Musikvereins und den „Tennistussis", die mit Glitzer und Federboas Eindruck auf der Strecke gemacht hatten.

Die Wertung im Firmen- und Azubi-Cup dominierten eindeutig die Teams der Firma Schuler: Das Team Schuler 1 siegte vor Schuler 2 und der Mannschaft der Firma Gewatec. Im Handwerker- und Vereinscup mischten erneut die Tennistussis erfolgreich mit und holten sich auch hier einen dritten Platz hinter dem DRK und der Feuerwehr Gosheim. In der Speed-Klasse gewann Leon Bezner vor Martin Schrenk, und in der Fun-Klasse - mit 19 Startern das stärkste Feld des Renntags - siegte Jonas Hauser vor Sascha Griener und Samuel Hauser.

Ganz klare Gewinner dieses Tags waren neben den bewirtenden Vereinen, die gute Umsätze machten, auch die Gosheimer Freunde der Behinderten: Denn zu Gunsten des Vereins wurden - wie schon im Vorjahr - unter dem Aktionstitel „Charity Ride" Mitfahrten in 20 der angereisten US-Cars verlost. Über 50 Runden durch die Region wurden so mit den erfolgreichen Loskäufern gefahren - das Ergebnis waren nicht nur zahlreiche strahlende Gesichter bei den erwachsenen und jungen Mitfahrern, wenn sie wieder aus den Police-Cars, Straßenkreuzern oder Muscle Cars kletterten: Es kamen auf diese Weise auch Spenden in Höhe von 561 Euro für die Arbeit des Vereins zusammen.

Insgesamt hat sich das Gosheimer „U.S. Cars Season Closing" als Treffpunkt der US Car-Szene in der Region und deutlich darüber hinaus als gute Adresse etabliert: Teilnehmer aus der Schweiz, dem Allgäu und dem Raum Offenburg machten sich auf, um in diesem Jahr dabei zu sein - und das trotz wackliger Wetteraussichten. Den Besuchern des Gosheimer Seifenkistenrennens gefiel dieses ungewöhnliche Angebot ebenfalls und tröstete die meisten darüber hinweg, dass aus der kurzfristig angekündigten Selfie- und Autogrammstunde von Johannes Haller doch nichts wurde: Der Zweitplatzierte der diesjährigen „Bachelorette"-Staffel musste seinen Auftritt telefonisch wegen eines Auffahrunfalls absagen. Gosheims Bürgermeister Bernd Haller wollte seinen Nachnamensvetter trotz frenetischen Jubels im Zelt des Tennisclubs dabei aber dann doch nicht vertreten. Der Schultes machte es sich lieber zur abschließenden „Cruisingrunde" der US-Cars über die Rennstrecke noch einmal in einem US-Polizeiwagen gemütlich und führte den dröhnenden Tross mit heulenden Sirenen an.

Die Ergebnisse des Seifenkistenrennens 2017 finden Sie hier  

Review 10. Gosheimer Seifenkistenrennen 2016

Besser hätte es kaum laufen können - darin waren sich die Macher des diesjährigen zehnten Seifenkistenrennens in Gosheim einig: Rund 900 begeisterte Besucher sahen bei herrlichem Wettern mit 84 Startern nicht nur ein ebenso ambitioniertes wie buntes Seifenkisten-Starterfeld, das für Kurzweil auf der Rennstrecke sorgte. Sie erlebten auch die Premiere eines US Car-Treffens unmittelbar neben der Rennpiste, das bis zu 60 amerikanische Straßenkreuzer und Muscle Cars nach Gosheim brachte und über 500 Euro an Spenden für die Behindertenarbeit erbrachte.

Bei strahlendem Sonnenschein war in Gosheims Ortsmitte bereits ab 10 Uhr jede Menge los, als die ersten US Cars auf das Treffengelände rund um die Uhrenfabrik Hermle rollten und eine enorme Vielfalt US-amerikanischer Automobilkultur präsentierten: Vom historischen Cabriolet bis hin zum über 500 PS-starken Muscle Car fand sich im Lauf des Tages so ziemlich alles ein, was Autofan-Augen zum Leuchten bringt. Währenddessen fuhren die ersten Piloten mit ihren teils höchst professionellen, teils kunterbunt zusammengebastelten Seifenkisten vom Start an der Kirche ins Ziel in der Nähe der Feuerwehr: In zehn Rennklassen starteten insgesamt 84 Fahrer, die um Punkte und Hundertstel kämpften - sowohl für die Profiklassen des Seifenkistenverbands Baden-Württemberg als auch in Funklasse, Handwerker- und Vereinscup als auch im Azubi- und Firmencup.

Vor allem die Vereinsklasse war sehr bunt besetzt, hatte doch die Gemeinde mit unentgeltlich zur Verfügung gestellten Chassis die Baulust der örtlichen Vereine geweckt. So gingen Musikverein, Jugendkapelle und die Feuerwehr sowie die Narrenzunft und das DRK mit eigenen Boliden an den Start, der Tennisclub Heuberg war sogar mit gleich zwei Fahrzeugen vertreten. Bedingt durch einen Unfall machten die Vereine das Rennen jedoch ohne die Narrenzunft unter sich aus. Glücklicherweise wurde jedoch niemand ernsthaft verletzt.

Während auf der Wehinger Straße mit sportlichem Ehrgeiz und enormem Spaß an der Sache um Ränge gekämpft wurde,  blieben die US-Fahrzeuge rund um die Uhrenfabrik keineswegs nur an Ort und Stelle: So hatten sich etliche Fahrer bereiterklärt, ihre Fahrzeuge für den guten Zweck einspannen zu lassen und chauffierten die Gewinner einer Verlosung durch die Gegend, die parallel zum Renngeschehen stattfand. Mit dieser Aktion sammelten die Fahrer unterschiedlichster Fahrzeuge - vom Polizei- und Feuerwehrwagen bis hin zum klassischen Oldsmobile Cabrio - genau 502,30 Euro ein, die als Spende in vollem Umfang an die Gosheimer Freunde der Behinderten flossen. Innerhalb kürzester Zeit waren die rund 400 Lose an die begeisterten Besucher von Seifenkistenrennen und US Car-Treffen verkauft, und so wurden gegen eine Spende noch etliche Extrarunden gedreht.

Nach dem Ende des Seifenkistenrennens und vor der Siegerehrung hatten die US-Fahrzeuge dann in einer „Cruisingrunde" über die Rennstrecke noch einmal einen großen Auftritt: Mit heulender US-Polizeisirene führte Bürgermeister Bernd Haller den Tross der PS-starken US-Boliden mit ihren dröhnenden Motoren an, der sich in gleich drei Runden dem begeisterten Publikum präsentierte.  Das hatte die bewirtenden Vereine während des Renntags teilweise ordentlich auf Trab gehalten: Mitunter bildeten sich lange Schlangen vor den Theken, wo Getränke und Speisen im Akkord verkauft wurden.

Bei der Siegerehrung gab es dann Urkunden, Medaillen und Pokale sowie Preise in großer Zahl. Den Firmen- und Azubicup hatte diesmal klar die Schuler OHG für sich entschieden: Die beiden Teams des Unternehmens belegten die ersten beiden Plätze, knapp gefolgt von der Sauter GmbH und dem Gewatec-Azubiteam. Die Wertung im Handwerker- und Vereinscup entschied die Feuerwehr Gosheim vor den „Tennis-Tussis" und dem Team TCH für sich. In der Fun-Klasse gewann Gerhard Hermle vor Steffen Digeser und Bernadette Hermle. Den Publikumspreis für die schönste Seifenkiste holte sich der Musikverein, die sich damit erneut vor den „Tennis-Tussis" platzierte, der dritte Platz ging an die Feuerwehr Gosheim.

Die Speed-Klasse entschied Robin Wunderle vor Leon Bezner und Martin Schrenk für sich, In der Speed-Open-Class gewann Tim Reinicke vor Jan Nicklas Lendler und Sabine Bontjes. Die Senior-Klasse BW sah erneut Tim Reinicke ganz vorne, gefolgt von Benedikt Klimpel und Vanessa Kerner. Letztere siegte in der Klasse „Senior luftbereift BW" vor Tim Reinicke und Benedikt Klimpel. In der Klasse Junior-BW holte Melina Schleuß vor Annika Hollweck und Jaspar-Quentin Richter den Sieg. Marius Werner gewann in der Elite XL-Klasse BW vor Yannick Herberth und Armin Braun, und als einzige Teilnehmerin fuhr Sabine Bontjes in der Elite XL Ü18-Klasse BW auf den zwangsläufigen ersten Platz.

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Review 9. Gosheimer Seifenkistenrennen 2015

Bei fast optimalem Wetter traten am vergangenen Sonntag, 27. September 2015,  43 Piloten auf der Gosheimer Seifenkisten-Piste an: Geboten wurden den rund 500 Besuchern spannende Wettbewerbe und so mancher Überraschung auf und neben  der Rennstrecke zwischen Kirche und Feuerwehrhaus.

Ein wenig mehr hätte es durchaus sein dürfen: Etwas mehr Wärme (oder weniger Wind) und einige Besucher zusätzlich, das hätte die Ausrichter von Gemeinde Gosheim und den vier sponsernden Unternehmen Schuler OHG, Gewatec, Viktor Hegedüs und KMS gefreut. Dennoch konnte die neunte Runde des Gosheimer Seifenkistenrennens mit Neuerungen und Überraschungen bei den Besuchern punkten: So freute sich nicht nur Benjamin Rilli mit seiner „Monsterkiste" über seinen ersten Preis, ein Tablet-PC, für die originellste Seifenkiste, Susan Schleuß über einen Einkaufsgutschein fürs Titanium in Wehingen und Simon Hauser über einen Gutschein fürs Jurabad Gosheim: Auch unter den gut 200 Abstimmenden bei diesem Publikumspreis herrschte Spannung, wer wohl die von den Sponsoren bereitgestellten Sachpreise bei der Verlosung aus den Stimmzetteln mit nach Hause nehmen darf. Über ein Hubschrauber-Modell freute sich Jamie Walter ans Rangendingen, und seine Schwester Lucia-Michelle ist nun stolze Besitzerin einer Dekantierkaraffe. Rennmoderator Manfred Hauser hatte als Dritter im Bunde Glück, er durfte eine Reisetasche mitnehmen.

Während hier hauptsächlich Glück im Spiel war, triumphierte beim Firmen- und Azubi-Cup das Team der Sauter GmbH, Wehingen, wohl auch die fortschrittliche Technik: Die erstmals gestartete Mannschaft verwies die Mannschaften von Schuler OHG und Gewatec GmbH & Co. KG auf die Plätze zwei und drei. Die ersten drei Ränge in der Fun-Klasse, bei der es um möglichst gleichmäßige Fahrten ging, belegten Pascal Hetzel (Gosheim), Robin Wunderle (Wehr) und Susan Schleuß (Berlin). Die Speed-Klasse wurde klar von der Familie Murello aus Deißlingen dominiert: Nico, Tobias und Marco Murello belegten hier die Ränge eins bis drei.

Die mit einem Preisgeld und einem Wanderpokal versehene Speed Open Class sah mit Svenja Bontjes (Berlin) sowie mit Jan Nicklas Lendler und Julian Lendler (Weingarten) ebenfalls ein rennsportbegeistertes Familienteam auf dem Siegertreppchen, diesmal jedoch nur auf den Rängen zwei und drei. In der Junior-Klasse BW gewann Levin Hoffmann (Weissach) vor Melina Schleuß (Berlin) und Kerstin Braun (Nürnberg), In der Senior-Klasse BW gewann Sebastian Strohmaier (Losaurach) vor Marius Werner (Nordheim) und Tim Reinicke (Berlin), die Senior-Klasse BW luftbereift entschied Vanessa Kerner (Sindelfingen) vor Tim Reinicke (Nordheim) und Svenja Bontjes (Berlin) für sich. Für die Kenner der Seifenkistenszene war in den Senior-Klassen damit auch eine Überraschung perfekt: So fuhr die amtierende Europameisterin Wiebke Brandelik (Sindelfingen) dem Feld teilweise deutlich hinterher.

Eine nicht ganz so erfreuliche Überraschung war auch der Umstand, dass in diesem Jahr keiner der regionalen Vereine mit einem eigenen Fahrzeug am Rennen beteiligt war. Das Organisationsteam will sich für das Jubiläumsrennen 2016 -bereits das zehnte Rennen in Folge - Gedanken machen, wie das Gosheimer Seifenkistenrennen für Teilnehmer und Besucher noch attraktiver werden könnte. Mit der Einbeziehung des Publikums bei der Kür der originellsten Seifenkiste ist hierzu bereits ein Anfang gemacht.    

Die Ergebnisse des Seifenkistenrennens 2015 finden Sie hier

Benjamin Rilli mit seiner "Monster-Kiste"

Vanessa Kerner, Gewinnerin der Speed Open class

Review 8. Gosheimer Seifenkistenrennen 2014

Das achte Gosheimer Seifenkistenrennen ist am vergangenen Sonntag, 28. September 2014, fast reibungslos über die Piste gegangen: Rund 500 Besucher erfreuten sich an dem Rennspektakel und dem Rahmenangebot in der Ortsmitte, das in diesem Jahr mehr Teilnehmer denn je vorzuweisen hatte.

Bei traumhaften, spätsommerlichen Wetterbedingungen nahm am Sonntag der Rennzirkus pünktlich um 8.30 Uhr seinen Betrieb auf: Mit der Registrierung der insgesamt 75 Teilnehmer hatte die Rennleitung bereits alle Hände voll zu tun, gefolgt von der technischen Abnahme der Fahrzeuge. Da waren in diesem Jahr einmal mehr durchaus kuriose Gefährte dabei, die in der Fun-Klasse starteten: So startete ein Team mit einem improvisierten Doppelsitzer, aber der stolzen Bezeichnung einer Ingolstädter Automarke, ein weiteres glänzte mit dem liebevollen Nachbau eines historischen italienischen Rennwagens. Und natürlich durfte auch die Gosheimer Feuerwehr nicht fehlen, die mit ihrem Eigenbau einmal mehr für tüchtig Krawall auf der Strecke dank Martinshorn und Blaulicht sorgte.

Hingucker waren auch die erstmals in Gosheim startenden Fahrzeuge der „Speed Open Class", hochgezüchtete Rennsportgeräte, die durch windschnittige Zigarrenform und mit origineller Lackierung auffielen. Beim Start der Wertungsläufe zur Mittagszeit gab es entsprechend einiges zu sehen an der Strecke und der noch einmal verbesserten Startrampe auf Höhe der Kirche an der Lembergstraße: Zeitweise war diese Bühne dicht vom Publikum umlagert.

Die Fan-Dichte dünnte sich zwar dann entlang der Strecke deutlich aus, doch die Fahrer genossen dennoch die guten Bedingungen, die das Gosheimer Rennen zu bieten hat. Mehr Publikum hätten sich allerdings die Gosheimer Vereine gewünscht, die entlang der Rennstrecke bewirteten - nicht zuletzt auch, um aus dem Erlös dieses Renntags Spenden für die „Gosheimer Freunde der Behinderten e.V." zu erzielen.

Der guten Stimmung der Besucher tat das keinen Abbruch, sie nutzten nicht nur die Möglichkeit, sich die Wertungsläufe in den einzelnen Klassen anzusehen, sondern auch die Angebote wie Kinderschminken, Hüpfburg oder Luftballonkünstler, die rund um den Rennzirkus platziert waren.

Neu auf der Gosheimer Rennstrecke waren dabei nicht nur Fahrzeuge der Fun-Klasse: Auch im Firmen- und Azubi-Cup ging ein neues Team mit eigenem Fahrzeug an den Start. Kurz vor Ende der Meldefrist hatte sich noch die Azubi-Mannschaft des Albstädter Unternehmens Gühring KG angemeldet und einen achtbaren dritten Rang vor dem Gosheimer Gewatec-Team gesichert. Zweiter wurde die Mannschaft der Schuler OHG, auf dem Siegertreppchen ganz oben stand einmal mehr der Rennstall von Viktor Hegedüs. Die Dauersieger in diesem Wettbewerb zeigten auch im Rennen mit den „Profis" in der Speed Open Class, was sie können: Fahrer Tobias Burkhard fuhr in dieser stark besetzten Klasse auf Rang zwei hinter „Profi" Jan Nicklas Lendler und vor Andreas Hoebertz.

In der Fun-Klasse siegte Tim Oberle vor Ivan Ivanenko und Samuel Hauser, die Wertung im Handwerker- und Vereinscup entschied die Feuerwehr Gosheim für sich, gefolgt vom Team des Jugendtreffs Berchen, Konstanz. In der Junior-Klasse gewann Melina Schleuß vor Benedikt Klimpel und dem amtierenden Europa- und Deutschen Meister Tim Reinicke. Die Vize-Europameisterin Vanessa Kerner entscheid das Rennen in der Senior-Klasse (luftbereift) BW für sich, gefolgt von Svenja Bontjes und Simon Schrüfer. Er belegte auch in der Senior-Klasse BW den dritten Rang, in dieser Klasse landete Svenja Bontjes als Siegerin vor Vanessa Kerner ganz oben auf dem Siegertreppchen. Die Speed-Klasse entschied schließlich Bastian Weiß aus Gosheim für sich und verwies Hans-Frieder Hoffmann und Robin Wunderle auf die Plätze.

Alle Ergebnisse des Rennens 2014 finden Sie hier.

Review 7. Gosheimer Seifenkistenrennen 2013

Deutlich mehr Wetterglück und entsprechend zufriedene Fahrer und mehr Zuschauer, das ist die Kurzbeschreibung für das 7. Gosheimer Seifenkistenrennen, das am Sonntag, 29. September bei strahlendem Frühherbstwetter stattgefunden hat. Und nicht nur die Stimmung passte, sondern auch das Renngeschehen. So war Gosheim in diesem Jahr erstmals Teil der Wertungsrunde des Baden-Württembergischen Seifenkistenverbands und zugleich letztes Rennen der Saison für die "Profis" der Seifenkistenszene: Neben Firmencup, Vereins- und Handwerker-Cup sowie Fun- und Speed-Cup, die mit einheimischen Fahrzeugen und Fahrern besetzt waren, fuhren auch etliche Meisterschaftsteilnehmer um die letzten entscheidenden Punkte.

Während in den "Profi-Kategorien" Juniorklasse und X-Klasse schon vor dem Renntermin in Gosheim die Sieger der Saison 2013 festgestanden hatten, lieferten sich zwei Fahrer in der "Senior-Klasse" sowie in der "Senior-Klasse luftbereift" ein hartes Rennen um Zehntelsekunden und entsprechende Punkte. Das Duell um die Landesmeister-Titel in diesen beiden Kategorien entschied jeweils Vanessa Kerner (Sindelfingen) knapp vor ihrem Konkurrenten Marius Werner (Nordheim) für sich. Für das Rennen in Gosheim war im Zuge dieser Titelkämpfe ein Team sogar extra aus Berlin angereist. Die Premiere des Wertungslaufs für die Baden-Württembergische Landesmeisterschaft kam sowohl bei den beteiligten Fahrern als auch bei der Leitung des Seifenkistenverbands Baden-Württemberg e.V. bestens an, so dass dessen Vorsitzender Reiner Bauer den Rennzirkus gleich für das nächste Rennen im kommenden Jahr wieder anmeldete.

Bei all dem Meisterschaftsspektakel standen beim Publikum freilich trotzdem die Lokalmatadoren im Vordergrund. Das Publikum verfolgte entlang der Strecke gespannt die Fahrten der heimischen Piloten in den verschiedenen Klassen und ließen es sich bei Speis und Trank vom Team des TC Heuberg gut gehen. Den hart umkämpften Firmencup des 7. Gosheimer Seifenkistenrennens holte sich erneut das Team der Hegedüs GmbH, gefolgt von den Teams der Schuler OHG und der Gewatec GmbH & Co.KG. Sicherlich die spektakulärste Seifenkiste hatte einmal mehr die Feuerwehr Gosheim am Start, die nicht nur mit Martinshorn, Blaulicht und wagemutigen Fahrern viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen hatte, sondern als einzige Starter der Kategorie auch gleich noch den Sieg im Vereins- und Handwerker-Cup einheimste. 

Hier können Sie sich das Renngeschehen 2013 im Review-Video ansehen!

Alle Ergebnisse in den unterschiedlichen Klassen des diesjährigen Rennens finden Sie hier.

 

Review 6. Gosheimer Seifenkistenrennen 2012 

Am 7. Okt. 2012 fand im Rahmen des ortsübergreifenden verkaufsoffenen Sonntags von Heuberg aktiv e. V. das 6. Gosheimer Seifenkistenrennen statt. Trotz eines kalten und verregneten Wochenendes konnten wieder alle Rekorde gebrochen werden – sowohl was die Teilnehmerzahl am Rennen und in den einzelnen Kategorien, die Geschwindigkeiten der neu entwickelten Seifenkisten als auch den Zuschauerzuspruch bei der Vorabend-Festzelt-Party und  am Renntag betraf. Ein voller Erfolg für alle Entwickler (vor allem die Azubi-Teams aus den Industrie- und Handwerksbetrieben), für die Rennteams – und vor allem für die Gosheimer Freunde der Behinderten, denen eine ordentliche Summe durch Mietfahrten, Resterlöse und Spenden überreicht werden konnte. Alle Unkosten wurden ausschließlich durch die beteiligten Firmen übernommen.

Einen Überblick über diesen Heuberger Mega-Event erhalten Sie per Klick auf das Review-Video 2012 oder die Siegerliste 2012.

 

Geschichte eines Ereignisses – die frühen Jahre 

Als 2006 die Idee für das Gosheimer Seifenkistenrennen geboren wurde, konnte niemand voraussehen, wie sich diese Idee entwickeln würde: Die Gosheimer Unternehmer Bärbel Weber und Tom Hermle, dachten sich das erste Rennen als Ergänzung zum verkaufsoffenen Sonntag im Herbst aus. Der Grundgedanke dabei lautete: Spaß haben und Gutes tun. Denn der Erlös aller Veranstaltungen am verkaufsoffenen Sonntag kommt stets dem Verein „Gosheimer Freunde der Behinderten" zugute. Über den Verein fließen die Spenden dann an Behinderteneinrichtungen im Landkreis Tuttlingen.

Zur Premiere des Seifenkistenrennens im Herbst 2007 ging es allerdings noch recht übersichtlich zu: Drei Kisten mit sechs Piloten ratterten über die Strecke. Doch die Idee zog ihre Kreise: Bereits 2008 starteten 13 Seifenkisten und 20 Fahrer – darunter auch  ein Fahrzeug, das als Azubi-Projekt der Hermle AG entstanden war. Andere Unternehmen aus der Region wurden so auf das Rennen aufmerksam und machten ebenfalls eine eigene Seifenkiste zum Ausbildungsprojekt. 

Seither ist viel geschehen: Ein strenges Reglement für Bauweise, Technik und Sicherheit wurde inzwischen eingeführt. Abmessungen und Gewicht mit Fahrer sind darin ebenso definiert wie die unterschiedlichen Wertungsmodalitäten in den verschiedenen Wettbewerben.

Und auch die zugehörige Strecken-Technik ist den Kinderschuhen entwachsen: Eine automatische Startrampe, digitale Zeitmessung und Livebilder von der Strecke und aus den Bordkameras ins Festzelt gehören inzwischen dazu. Viel Aufmerksamkeit ernten dabei die Fahrten im Firmen-Cup: Die Seifenkisten der Unternehmen sind wahre Prestigeobjekte, und im Vorfeld des Rennens investieren die Teams aus Auszubildenden und Studenten aus den Reihen der jeweiligen Unternehmen viel Zeit und Arbeit, um mit besten Siegchancen an den Start gehen zu können.

Auch die Boxengasse der Unternehmensteams ist inzwischen ein Magnet für die Zaungäste geworden: Hier kann man die Seifenkisten aus der Nähe begutachten. Wer Lust auf „Trockenübungen" hat, kann sich an einem Formel 1-Rennsimulator versuchen. Die mit eigenen Teams zum Rennen gemeldeten Unternehmen zeigen in der Boxengasse aber auch, was sie technisch so drauf haben: Die Betriebe präsentieren Vorführungen und Informationen rund um ihr Portfolio, Ausbildungsangebote und Karriere.

Und natürlich kommt das Feiern nicht zu kurz, das schon vor dem Rennen beginnt: Der Tennisclub Gosheim bittet regelmäßig zur Rennparty mit Live-Musik im Festzelt am Vorabend des Rennens, und auch die Siegerehrung endet meist nicht schon mit der Übergabe von Medaillen und Pokalen.